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Hochsensibilität, Nervensystem und Bindung-

17. Sept.
7 Min. Lesezeit

warum du vielleicht nicht zu empfindlich bist



Hochsensibilität und ein hochsensitives Nervensystem können dein Leben auf eine ganz andere Art beeinflussen, als viele Menschen wissen. Du nimmst mehr wahr, fühlst intensiver und reagierst möglicherweise stärker auf Menschen, Beziehungen und deine Umgebung. Trennung und Streits treffen dich härter.

Gerade wenn du dich häufig anders, falsch, erschöpft, ungesehen oder einfach zu schwach fühlst, kann es wichtig sein, dein Nervensystem einmal aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

Denn vielleicht bist du nicht einfach „zu empfindlich“.

Vielleicht funktioniert dein Nervensystem anders.

Und vielleicht brauchst du deshalb auch etwas anderes, als du bisher versucht hast.



Hochsensibilität ist mehr als „zu empfindlich sein“ - es ist ein Nervensystem, das eine andere Art von Bindung braucht


Ich beobachte bei Menschen meiner Generation, also bei Menschen, die ungefähr 1990 und später geboren wurden (aber teilweise auch bei etwas älteren Menschen), dass ihre Nervensysteme anders funktionieren.

Ich habe das Gefühl, dass diese Nervensysteme nicht mehr nur für das reine Überleben gebaut sind, sondern für mehr.

Sie sind feinfühliger.

Sie nehmen mehr wahr.

Es gibt mehr Emotionen.

Und es kann gewissermaßen mehr Energie durch den Körper fließen.

Ich glaube, dass diese Entwicklung viel stärker ins Bewusstsein der Menschen eindringen sollte.

Denn viele Menschen leiden heute darunter, ohne überhaupt zu wissen, warum.

Gerade Menschen mit einem hochsensitiven Nervensystem können Dinge spüren und fühlen, die andere Menschen scheinbar einfach wegstecken oder gar nicht wahrnehmen.

Stimmungen.

Spannungen.

Emotionen.

Veränderungen im Kontakt.

Nähe und Distanz.

Und genau das kann unglaublich anstrengend werden, wenn man nie gelernt hat, damit umzugehen.



Hochsensibilität und Bindung: Warum normaler Kontakt mit Menschen so anstrengend sein kann


Was ich immer wieder beobachte, ist, dass hochsensitive Menschen wesentlich schlechter mit dem Kontakt zu Menschen umgehen können. Sie sind gewissermaßen überfordert im Kontakt, weil einfaches Funktionieren ihnen nicht liegt.

Sie brauchen echte Verbindung.

Sie brauchen echten Kontakt zu anderen Menschen.

Für mich ist das auch ein Evolutionsschritt.

Wenn man sich beispielsweise die Entwicklung vom Reptilien-Nervensystem hin zum Säugetier-Nervensystem anschaut, verändert sich auch die Bedeutung von Bindung.

Reptilien leben weitgehend alleine, und Säugetiere brauchen immer eine Art Bindung. Reptilien schlüpfen und sind sofort selbstständig, Säugetiere müssen großgezogen werden.

Säugetiere leben oft in Verbänden und brauchen diese Bindung, so auch der Mensch.

Und ich glaube, dass sich hier etwas weiterentwickelt.

Dass unser Nervensystem immer feinfühliger für Bindung wird und mehr Verbindung braucht.

Das kann auch erklären, warum Trennung, Zurückweisung oder fehlender Kontakt für manche Menschen so schwer auszuhalten sind und dabei starke Verlustängste entstehen.

Was für andere vielleicht wie eine normale Distanz wirkt, kann sich für einen hochsensitiven Menschen wie ein echter Schmerz und ein fast unaushaltbarer Trennungszustand anfühlen.



Wenn du dich überall falsch und ungesehen fühlst


Viele Menschen leiden heute und kennen den Grund dafür nicht.

Sie fühlen sich falsch.

Sie fühlen sich anders.

Sie fühlen sich ungesehen.

Sie fühlen sich in Gruppen bei der Arbeit oder im sozialen Umfeld nicht wirklich zugehörig.

Sie merken, dass ihnen irgendetwas fehlt, können aber überhaupt nicht greifen, was es ist.

Vielleicht denkst du, du wärst zu schwach.

Du müsstest stärker werden.

Du müsstest mehr leisten.

Du müsstest dich einfach zusammenreißen.

Gleichzeitig fehlt dir immer wieder die Energie.

Du bist erschöpft.

Dinge, die für andere Menschen scheinbar ganz einfach sind, kosten dich unglaublich viel Kraft.

Gerade wenn du hochsensitiv bist, kann dein Nervensystem auf Dinge reagieren, die andere scheinbar einfach wegstecken.

Das bedeutet nicht, dass mit dir etwas falsch ist.

Du bist nicht einfach „zu empfindlich“.

Es gibt einen Grund dafür.

Und dein Nervensystem braucht besondere Aufmerksamkeit.



Warum Psychotherapie und andere Ansätze manchmal nicht ausreichen


Viele Menschen versuchen heute, ihre Probleme mit den bekannten Konzepten zu lösen. Und da kann ich aus Erfahrung reden: Ich habe so viel probiert und gelitten.


Psychotherapie.

Verhaltenstherapie.

Analysieren.

Verstehen.

Denken.

Sich selbst optimieren.

Sich verändern.

Stärker werden.

Und natürlich können diese Dinge hilfreich sein, vor allem, wenn du nicht hochsensitiv bist. Aber die echte Transformation bringen sie nicht.

Aber ich sehe immer wieder Menschen, die bereits Psychotherapie gemacht haben, sehr viel über sich wissen und ihre Geschichte eigentlich gut verstehen – und trotzdem keine wirkliche Transformation erleben.

Sie wissen, woher bestimmte Muster kommen.

Sie können ihre Kindheit erklären.

Sie arbeiten mit dem inneren Kind.

Sie wissen, warum sie bestimmte Verhaltensweisen zeigen.

Aber in ihrem Körper und in ihren Beziehungen verändert sich trotzdem nicht wirklich etwas.

Ich glaube, dass es dafür etwas anderes braucht.

Etwas Neues.



Hochsensibilität, Trauma und die verdrängten Emotionen


Ich habe gelernt, dass es darum geht, Emotionen wieder vollständig zu fühlen.

Das Herz wieder zu öffnen.

Und das zu kommunizieren, was wir normalerweise zurückhalten.

Gerade das, was wir als Kind nicht aussprechen konnten, weil es zu noch mehr Trennung geführt hätte.

Wir haben gelernt, bestimmte Dinge nicht zu sagen.

Wir haben gelernt, bestimmte Gefühle nicht zu zeigen.

Wir haben gelernt, uns anzupassen.

Wir haben gelernt, alleine damit klarzukommen.

Und genau diese Dinge liegen später häufig noch tief in uns.

Dabei geht es nicht nur um die offensichtlichen Emotionen.

In dieser tief verdrängten Schicht liegen oft:

  • Einsamkeit

  • Hoffnungslosigkeit

  • Hilflosigkeit

  • Schwäche

  • Ohnmacht

Das sind Gefühle, die häufig nicht einfach verschwinden, nur weil wir verstehen, woher sie kommen.

Sie müssen gefühlt und einem anderen Menschen (der sie bereits integriert hat) kommuniziert werden. Dann können sie sich lösen, weil auch du sie integriert hast und nicht mehr von dir fernhalten musst.



Echter Kontakt kann Nähe wieder möglich machen


Wenn du diese Dinge einem Menschen gegenüber aussprichst, der selbst schon durch diesen Prozess gegangen ist und sein eigenes Bindungstrauma weitgehend transformiert hat, entsteht etwas ganz anderes.

Es entsteht Nähe.

Du wirst mit dem gesehen, was wirklich in dir ist.

Du musst nichts mehr verstecken.

Du musst nicht mehr stark sein.

Du musst nicht mehr funktionieren.

Du kannst sagen:

„Ich fühle mich traurig.“

„Ich fühle Angst.“

„Ich fühle mich einsam.“

„Ich fühle mich hilflos.“

„Ich fühle mich schwach.“

„In mir ist der Gedanke, dass ich jemanden brauche.“

„In mir ist der Gedanke, dass ich das alles nicht schaffe.“

usw.

Und genau dadurch kann wieder etwas entstehen, was vielen Menschen bisher gefehlt hat:

echter Kontakt.


Zwei Menschen in tiefem Kontakt mit sichtbarem Energiefluss zwischen ihren Körpern – Symbol für Hochsensibilität, Verbindung und Nervensystem.

Denn vieles von dem, was wir heute als Problem erleben, ist eine Wiederholung von früher.

Als Kind hast du vielleicht gelernt:

„Ich bin alleine.“

„Ich muss das alleine lösen.“

„Keiner versteht mich hier.“

„Ich muss besser werden.“

„Ich darf das nicht zeigen.“

„Ich darf nicht so viel brauchen.“


Und später versuchst du wieder, alles alleine zu lösen.

Aber genau das hält die alte Dynamik aufrecht.

Du kannst bestimmte Dinge nicht alleine lösen, weil sie in Beziehung entstanden sind.

Und deshalb braucht es auch wieder Beziehung, um sie wirklich zu verändern.



Die andere Seite von Hochsensibilität: Freude und Lebendigkeit


Bei Hochsensibilität wird häufig nur darüber gesprochen, wie belastend sie sein kann.

Wie schnell man überfordert ist.

Wie stark man auf Reize reagiert.

Wie erschöpfend Menschen und Situationen sein können.

Aber Hochsensibilität bringt auch eine andere Seite mit sich.

Du kannst tiefer fühlen.

Nicht nur Angst, Trauer oder Schmerz.

Sondern auch Freude.

Liebe.

Verbundenheit.

Begeisterung.

Lebendigkeit.

Vielleicht bist du zu viel mehr Freude und Lebendigkeit fähig, als du bisher erleben konntest.

Denn ein hochsensitives Nervensystem bedeutet nicht nur, dass du negative Dinge stärker wahrnimmst.

Du kannst auch das Positive viel tiefer erleben.

Und genau darin liegt für mich eine unglaubliche Kraft.



Du bist nicht zu empfindlich


Vielleicht wurdest du bisher einfach nicht so gesehen, wie du es gebraucht hättest.

Vielleicht gab es keinen Menschen, die deine Tiefe wirklich verstehen konnten. Vielleicht hast du deshalb irgendwann angefangen, deine eigene Wahrnehmung infrage zu stellen.

Du dachtest, du bist zu empfindlich.

Zu emotional.

Zu schwach.

Zu kompliziert.

Zu viel.

Aber vielleicht ist genau das nicht das Problem.

Vielleicht brauchst du einfach einen anderen Umgang mit deinem Nervensystem.

Mehr Aufmerksamkeit.

Mehr echten Kontakt.

Mehr Raum für deine Emotionen.

Und einen Menschen, der diese Tiefe nicht nur theoretisch versteht, sondern selbst kennt.


Was tun, wenn du dich darin wiedererkennst?


Wenn du dich immer falsch und ungesehen fühlst …

Wenn du dich in Gruppen immer irgendwie anders fühlst …

Wenn du bei der Arbeit das Gefühl hast, nicht wirklich dazuzugehören …

Wenn dir etwas fehlt, du aber nicht greifen kannst, was es ist …

Wenn du denkst, du wärst zu schwach und müsstest stärker werden …

Wenn dir Dinge unglaublich viel Energie kosten …

Wenn du immer wieder erschöpft bist …

Dann lohnt es sich, dein Nervensystem einmal aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

Nicht mit der Frage:

„Was stimmt nicht mit mir?“

Sondern:

„Was braucht mein Nervensystem eigentlich?“

Vielleicht brauchst du nicht noch mehr Druck.

Nicht noch mehr Selbstoptimierung.

Nicht noch mehr „Du musst stärker werden“.

Vielleicht brauchst du mehr Aufmerksamkeit für deine Feinfühligkeit.

Mehr echten Kontakt.

Mehr Raum für deine Gefühle.


Du musst nicht weiter im Dunkeln bleiben


Mir ist wichtig, dass Menschen davon erfahren.

Gerade Menschen, die schon viele Dinge ausprobiert haben und trotzdem nicht verstehen, warum sie sich innerlich noch immer so fühlen.

Menschen, die schon Psychotherapie gemacht haben.

Menschen, die sich selbst ständig optimieren.

Menschen, die ihre Vergangenheit analysieren.

Menschen, die trotzdem immer wieder an denselben Punkt kommen.

Ich möchte nicht, dass diese Menschen weiter im Dunkeln irren und glauben, sie wären einfach falsch oder zu schwach.

Ich bin diesen Weg selbst gegangen.

Ich habe gelernt, meine Emotionen wieder wirklich zu fühlen, mein Herz zu öffnen und das auszusprechen, was ich früher zurückgehalten habe.

Und dadurch habe ich wieder etwas gefunden, das mir lange gefehlt hat:

Lebendigkeit. Berührtheit. Verbundenheit. Tiefe. eine echte Kraft. ein offenes Herz.

Ich sehe es als meine Aufgabe, diesen Weg auch anderen Menschen zu zeigen.

Denn wenn du hochsensitiv bist, musst du deine Sensibilität nicht loswerden.

Du darfst lernen, mit ihr zu leben.

Du darfst alles tief fühlen.

Das Negative genauso wie das Positive.

Und genau das ist für mich echtes, lebendiges Leben.

Was wäre, wenn Freude, Lebendigkeit und Verbundenheit auch für dich möglich sind?


Wenn du echten Kontakt erleben möchtest, buch dir gerne einen Ersttermin bei mir oder melde dich per WhatsApp oder Instagram.




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